18. August 2018

18. August 2018

Muss das denn so sein, dass das, was mich glücklich macht, wieder das werden würde, was die Quelle meines Elends war?
Das volle, warme Gefühl, das mir die Natur gab, das mich so glücklich machte, das die Welt um mich herum zu einem Paradies schuf, wird jetzt zu meinem Peiniger, zu einem quälenden Geist, der mich auf allen Wegen verfolgt.
Früher, bin ich auf meiner kleinen Schupfe gewesen und habe dort meinen Kaffee getrunken. Heute, sitze ich an der gleichen Stelle und kämpfe gegen die Tränen an, die mir der Blick gibt. Früher, machte mich die Aussicht glücklich. Glücklicher als alles Andere. Die Berge haben so etwas Unzerstörbares. Doch heute erinnert mich die Aussicht nur an früher. Und es macht mich traurig, dass nichts mehr so ist, wie es einmal war.
Die Flüsse fließen immer noch gleich. Die Bäume wiegen sich immer noch gleich im Wind. Die Wege, die Steine, alles ist immer noch gleich. Aber es erinnert mich an früher. Es ist, wie wenn jemand kleine Zettelchen in all meinen Büchern versteckt und mich dann verlassen hätte. Ich streiche über meine Bücher und finde ein kleine Zettelchen.
Ich entfalte es und darauf steht: „Ich liebe dich!“, „Du bist meine große Liebe!“ oder „Ich kann mir ein Leben ohne dich gar nicht mehr vorstellen.“ Und ich breche zusammen. Heule. Die Tränen rinnen über mein Gesicht. Ich schmecke das salzige Nass in meinem Mund. Ich kann mich nicht mehr bewegen, während ich mich auf der anderen Seite nicht mehr beruhigen kann.
Man sagt, dass es irgendwann besser wird. Aber mein Leben hat die Farbe verloren. Es sind nur noch Formen und Kontrast.
Ich sehe vor mir nur mehr ein milchiges Nichts. Aber meine Füße fühlen die Kante. Den Abgrund. Vor mir sehe ich die Wolken. Und ich stelle mir vor, wie ich springe. Wie ich dann sanft auf einer Wolke schwebe.
Ich schließe meine Augen und die Wolke wird ein schwarzes Loch. Ich falle. Ich lasse die Augen zu. Die Dunkelheit ist die Einzige, die mich umarmt, mir sagt, dass alles gut wird.
Die Liebe ist wie ein Ungeheuer. Ein Henker. Eine Falle.

Ich habe die ganze Zeit ein Ziehen in meinem Magen. Ich fühle die Fesseln um meine Knöchel. Den Strick um meinen Hals.

Und alles zieht zu.

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