8. August 2018

8. August 2018

Ich war jetzt eine Woche fort. Ich war eine Woche fort, um alles wieder ein bisschen ins Gleichgewicht rutschen zu lassen. Eine Woche verreisen, um nicht bei Lotte sein zu müssen.
Wir sind von Brixen nach Amalfi bei Neapel gefahren. Durch wunderschönste Natur. Vorbei an verträumten Stränden. Wir haben bei Gewitter gezeltet. Ich habe versucht, mich abzulenken.

Es hat aber nicht funktioniert.

Egal wie schön die Natur war, ich musste an die Schönheit Lottes denken.
Egal wie verträumt die Strände waren, ich musste daran denken, wie Lotte Albert ansieht.
Egal wie viele Blitze auf uns nieder gegangen sind, ich wünschte, es wäre Lotte neben mir im Zelt gelegen.

Ich habe in meinem letzten Post geschrieben, dass ich Lotte nie wieder sehen will. Ich kann das nicht. Sie ist alles für mich. Ich fühle mich so elend. Ich weiß, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt: Entweder ich frage sie, ob sie mit mir sein will und lebe mit ihrer Entscheidung oder ich entscheide mich gegen sie und gehe.

Ich bringe beides nicht übers Herz.

Lotte ist mir so wichtig. Und jetzt wo ich weiß, dass ich sie nicht haben kann, kommt mir vor, als ob mir jemand die Luft abschnüren würde. Jedes Mal, wenn sie mir schreibt, fühle ich den Betonmischer in meinem Bauch. Ich möchte manchmal einfach nur schreien, aber es kommt nichts. Dann breche ich auf dem Boden zusammen und heule. Aber die Tränen löschen nicht meinen Schmerz.
Es ist als, ob jemand Liebes unerwartet gestorben wäre. Das Loch, in das man fällt, weil dieser liebe Mensch nicht mehr ist. Meine Kehle ist wie zugeschnürt. Mein Magen dreht sich wie ein Kind mit schlimmen Träumen. Manchmal wache ich mitten im Schlaf auf und sehe Lotte vor mir, wie sie in die Nacht verschwindet.
Und ich sitze hier, versuche, mir den Schmerz von der Seele zu schreiben, aber mache alles nur schlimmer.

Ich will mich nicht entscheiden. Ich will sie nicht verlieren. Aber ich sterbe langsam vor mich hin.😞

8. August 2018

30. Juli 2018

30. Juli 2018